Hallo zusammen,

Dieses Jahr möchte ich mich auch mal am Bubatz-Anbau ausprobieren. Ich bin absolute Anfängerin, kiffe auch nur alle paar Monate mal und brauche deßhalb auch keine Monstererträge. Leider habe ich online bis jetzt nur AI slop und unglaublich kompliziert wirkende Anleitungen gefunden, wie ich dieses Teufelskraut auf meinem Balkon zum wachsen bekomme. Samen habe ich schon, was brauche ich noch? Ein paar Töpfe, Erde, Dünger… noch was? Welche Erde eignet sich und welcher Dünger? Gibt es den im Baumarkt?

Muss ich die Samen erst mal indoor sprießen lassen? Ihr seht schon, ich habe wirklich keine Ahnung und würde mich über einen guten Guide freuen!

  • Sockenklaus
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    12 days ago

    Meiner Meinung nach der ultimative Anfänger -Guide ist GrowWeedEasy, aber um Deine Fragen schnell zu beantworten:

    Töpfe:

    Wichtig ist hier zunächst die Größe des Topfes: Wenn Du photoperiodische Pflanzen ziehst, bietet es sich an, die Pflanzen zunächst in sehr kleinen Töpfen zu pflanzen und dann umzutopfen, wenn sie zu groß für den Topf werden. Autoflowering sollte man im Allgemeinen direkt im großen Topf anziehen, um das Umtopfen und den damit verbundenen Stress zu verhindern. Dann musst Du aber dringend darauf achten, die Pflanzen nicht zu überwässern.

    Das Material ist fast egal, aber viele Leute schwören auf Smart-Pots aus Gewebe, da diese eine bessere Belüftung der Wurzeln versprechen. Die sind meiner Erfahrung nach auch günstiger als Terracotta-Töpfe, müssen aber nach einigen Jahren ausgetauscht werden.

    Erde:

    Wenn Du das Geld über hast, würde ich direkt zu Grow-Erde greifen. Inzwischen sollte es die auch im Garten-Center geben. Grundsätzlich geht natürlich auch Blumenerde, sie sollte aber möglichst eine lockere Struktur haben, eventuell sogar noch mit Perlit auflockern und der pH-Wert sollte irgendwo bei 6 liegen (keine Rhododendron-Erde!!!).

    Dünger:

    Gibt es inzwischen auch im Baumarkt. Ich habe letztes Jahr den organischen Du ger von Compo Grow benutzt und habe gute Erfahrungen gemacht.

    Im wesentlichen muss man unterscheiden zwischen mineralischem und organischen Dünger. Mineralischer Dünger enthält die Nährstoffe direkt in der Form, die von den Wurzeln aufgenommen werden kann, sodass er sehr schnell und direkt verstoffwechselt werden kann. Dafür besteht die Gefahr des Überdüngens. Organischer Dünger enthält die Nährstoffe eben in organischer Form, diese müssen in der Erde von Mikroorganismen verarbeitet werden, bevor sie nutzbar für die Pflanze sind. Langsamere Wirkung aber kaum Gefahr des Überdüngens.

    Indoor Keimen oder nicht?

    Hängt vom Wetter ab. Jetzt würde ich die Samen Indoor anziehen, eventuell sogar in einer Anzuchtbox. Wenn es draußen zuverlässig nicht weniger als 10 °C sind, kannst Du sie auch draußen anziehen.

    • 🦄🦄🦄@feddit.orgOP
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      12 days ago

      Mega, danke dir! Ich schmökere jetzt schon ne halbe Stunde oder so auf der Seite. Genau sowas habe ich gesucht!