“Es ist richtig, dass Unternehmen sich über Sozial- und Umweltstandards Gedanken machen müssen”, so der Hamburger Milliardär.
“Es ist richtig, dass Unternehmen sich über Sozial- und Umweltstandards Gedanken machen müssen”, so der Hamburger Milliardär.
Er ist zwar ein Millionär, aber eine gute Aussage von ihm.
Die Familie Otto ist für sehr viel unmenschliche Scheiße verantwortlich, unter anderem für die Ausbeutung von Paketsklaven bei Hermes.
Diese Aussage trifft die Type wahrscheinlich nur, weil sein Konzern Schlupflöcher in dem Gesetz nutzt, um weiter von Ausbeutung profitieren zu können. “Nice washing” sozusagen.
Er ist so ein Otto aber ich habe Respekt vor dem.
Millionäre sind nicht das Problem. Milliardäre hingegen schon. Mit ein paar Millionen kannst du nicht wahnsinnig viel bewegen in der welt. Mit Milliarden bestimmst du, wie die welt funktioniert.
Michael Otto ist Milliardär.
War mir nicht bewusst, me culpa. Aber die Aussage bleibt gültig :)
Die Welt braucht keine Milliadäre (Youtube)
Wer soll dann grosse Projekte finanzieren, für die Sachen, wo wir die Welt bewegen wollen? Lemmy zeigt doch, dass die Masse nicht mal strategisch von Reddit wegwechselt. All diese Menschen müssten regelmässig ein paar Euro in Startups investieren, um Milliardäre zu ersetzen. Könnten sie schon jetzt, machen sie aber nicht.
Aktienunternehmen wie VW haben Elektroautos verschlafen. Die Bahn als Staatsunternehmen wird kaputtgespart. Milliardäre werden dies teilweise negativ beeinflusst haben, aber das zeigt nur, wie fragil eine Lösung ohne Milliardäre wäre. Jederzeit kann das System von Einzelinteressen unterwandert werden.
Als normaler Bürger wäre es interessanter, die Ziele der Milliardäre zu kennen, um durch Kaufverhalten die eigenen Werte unterstützen zu können.
Das sollten demokratisch gewählte Regierungen tun. Wozu braucht man private Milliardäre, wenn die Regierung Milliarden hat? Sorry, aber was für ein Quatsch ist denn das? Dir fällt wirklich nicht ein, wie die welt ohne Milliardäre funktionieren kann?
Milliardäre werden Milliardäre, weil sie über Leichen gehen. Es sind inhärent schlechte Menschen. Diese Menschen dürfen keine Macht besitzen.
Wenn die Macht im politischen Amt und nicht im Vermögen liegt, werden die Milliardäre von heute die Politiker von morgen sein.
Die Kunst ist, diese Menschen konstruktiv in die Gesellschaft einzubinden. Sie im wirtschaftlichen Wettbewerb zu setzen scheint bis jetzt den größten gesellschaftlichen Nutzen zu bringen.
Natürlich ist dies nicht gut, aber zu was besserem ist der Rest der Bevölkerung wohl nicht bereit.
Es gibt bereits öffentliche Investitionsfonds. Wieso nehmen wir nicht lieber die? Da hätten wir dann auch demokratische Kontrolle drüber und müssen uns nicht dem Bauchgefühl von fünf Milliardären aussetzen, um zu bestimmen welches Startup die Investition wert ist. Denn da wird auch nicht danach investiert, was der Gesellschaft den größten Nutzen bringt.
Dann ersetzen die Fondmanager die Milliardäre, und machen auch, was sie wollen. Der Trick von Blackrock. Theoretisch sind Fonds aber der richtige Weg.
Wenn der Bürger Entscheidungen in seinem Interesse will, dann muss er sie selber durchsetzen.
Wenn man da demokratische Kontrolle drüber hat, ist man dann aber auch selbst Schuld. Das ist besser als jetzt, wo wir selbst Schuld sind dass wir da keine demokratische Kontrolle ausüben, obwohl es ziemlich großen Einfluss auf unsere gesellschaftliche Zukunft hat / haben kann.
Was meinst Du mit demokratischer Kontrolle? Dass Bürger durch ihr Investment bestimmen, welcher Fond Einfluss hat?
Wenn diese Fonds durch eine öffentliche Einrichtung gemanaged werden statt durch eine privatwirtschaftliche Bank.
Wie der norwegische oder saudische Staatsfond?
@DmMacniel @Novocirab
#Millionäre müssen genau so wenig “schlechte Menschen” sein, wie #buergergeld -empfangende “faule Menschen” sein müssen.
Es gibt z.b. viele Millionäre die durchaus ein gesundes soziales Gewissen haben, und sich z.b. für eine gerechtere #Steuern einsetzen die sie selbst wesentlich mehr belasten* würde.
(* Belasten bedeutet in den Sinn meist allerdings nur das Gewinne niedriger ausfallen)
Mastodon-Kommentare auf Lemmy zu sehen wird immer ungewohnt bleiben. Immer diese Hashtags… Egal.
Es geht hier nicht um Millionäre, die Ottos sind Milliardäre. Und Milliardäre sind keine guten Menschen, sonst wären sie keine Milliardäre (oder zumindest nicht lange im Fall von Erben). Milliardenvermögen entstehen und wachsen nur, weil Arbeiter ausgebeutet werden. Kann jemand, der andere Menschen ausbeutet, ein guter Mensch sein?
@CyberEgg
Ich würde sagen: Ja.
Deine moralischen Ansprüche können natürlich höher sein.
Ich hoffe sie halten einem Blick in deinen eigenen Kleiderschrank, zu deinen Nahrungsmitteln, und deiner Form von Mobilität stand.
Schließlich willst du ja keine unterschiedlichen Maßstäbe anlegen oder ?
Wie? Was kann Ausbeutung rechtfertigen oder aufwiegen?
Der Rest deiner Antwort ist einfach nur dummer Whataboutismus. Mein persönlicher Lebenswandel hat nichts auch nur im entferntesten mit dem zu tun, was Milliardäre unserer Gesellschaft und unserem Planeten antun.
Man kann kein Milliardenvermögen aufbauen und behalten und gleichzeitig ein guter Mensch sein.
@CyberEgg
Na, das lass ich so stehen.
Alles was wichtig ist, steht in deinem Beitrag, wahrscheinlich mehr als die bewusst ist 🤗
Oooh, soo geheimnisvoll und vage, nein wie clever.
Friss weiter die Weisheit mit Löffeln oder was auch immer du glaubst zu tun.
Ich finds ziemlich ekelhaft und unehrlich, Kritik an etwas oder jemandem damit abwehren zu wollen, dass die kritisierende Person auch nicht perfekt sei.
Und naja, du hast meine Frage auch nicht beantwortet, also könnte ich dir deinen Kommentar direkt zurückgeben.
Stattdessen möchte ich dir einfach nur etwas mehr Klassenbewusstsein ans Herz legen.
@CyberEgg
Also zunächst musst du hier nicht beleidigend werden.
Was ich eher “unehrlich und ekelhaft” finde, ist es Menschen in Sippenhaft zu nehmen und alle über einen Kamm zu scheren. Egal ob Geflüchtete, Bürgergeldempangende oder eben Milliardäre.
Fakt ist, das wir Mitteleuropäer seit Generationen andere Völker und Länder ausbeuten. Wir alle (inkl. dir) machen genau das, was du Milliardären vor wirfst. Die einen mehr die Anderen weniger.
Menschen die sich für Nachhaltigkeit und
1/
Ich habe dich nicht beleidigt. Nur deine Argumentationsweise angegriffen.
Ich nehme auch niemanden in Sippenhaft, ich greife die Entscheidungen an, die dazu führen, dass man Milliardär wird oder bleibt. Denn Milliardäre treffen bewusst die Entscheidung, ihre Angestellten nicht fair zu bezahlen.
Und genau das ist der Unterschied zwischen mir, der in eine Gesellschaft hineingeboren wird und versucht, darin zu überleben, und jemandem der wirklich etwas ändern könnte.
Ich kann wählen gehen, meine Kleidung fairtrade und öko kaufen, mit dem Bus fahren, vegan sein (und ja, ich bin alles davon, sogar meine Technik ist größtenteils sehr alt und/oder gebraucht erworben) und meine Meinung über die ethische Unmöglichkeit von Freihandelsabkommen, die afrikanische Landwirte in den Ruin treiben, ins Netz kotzen. Mein individueller Einfluss ist dabei aber annähernd null und alles, was ich mache, hilft nur mir selber, mein Gewissen zu beruhigen.
Ein Milliardär könnte deutlich mehr tun. Ein Milliardär wird man aber nicht, wenn man deutlich mehr macht. Wer seine Arbeiter fair bezahlt, Gewinnmargen nicht maximiert, Rohstoffe nicht möglichst günstig einkauft usw., wird nicht Milliardär. Wer Milliarden erbt kann nur Milliardär bleiben, wenn er diese Milliarden nicht einsetzt, um die Missstände systematisch anzugehen. Ein paar Wohltätigkeitsstiftungen zwecks Steuerersparnis zu finanzieren ist bestenfalls Nicewashing, hat aber keinen nachhaltigen Effekt.
Wer diese Entscheidungen so trifft, dass er Milliardär wird oder bleibt, ist in meinen Augen kein guter Mensch, und ergo kannst du in meinen Augen kein guter Mensch und Milliardär sein. Das ist keine Sippenhaft, das ist die Kritik spezifischer Entscheidungen.
@CyberEgg
2/
sozialen Ausgleich einsetzen gibt es eben in ALLEN ökonomischen Schichten.
(Arschlöcher natürlich auch).
Du kannst natürlich allen ans Bein pinkeln, deren Kontostand dir nicht passt. Davon halte ich halt gar nichts.
Und bevor du da was (bewusst oder unbewusst) falsch verstehst, ich bin natürlich für Umverteilung von oben nach unten. Aus Gerechtigkeitsgründen und zum Schutz der Demokratie
Aber ich wehre mich dagegen alle “zu Arschlöchern zu erklären” die zu weit oben stehen.
*Milliardär